No.16: Weihnachtsgeschichte aus dem Gedächtnis.
Es begab sich einst – und das muss wohl schon ein ganzes Stück zurück liegen –, dass Joschka von Nazareth und seine wohlangetraute Frau, Maria, durch die israelische Tiefebene zogen um am Heimatort männlicherseits, Bethlehem, Kirchengeschichte zu schreiben. Es waren quasi zwei typische Rollenbilder – Mann, Frau – und die damit verbundene Arbeitsteilung: Joschka lief und seine bessere Hälfte ritt stolzierend auf einem bockigen Esel nebenher – was schon relativ dreist ist, wenn man bedenkt wie weit die Strecke von Nazareth nach Bethlehem ist. Sicherlich hatte Maria durchaus mit ihrer Schwangerschaft zu kämpfen, aber für die gute Sache, die Auflösung der geschlechtlichen Rollenbilder, hätte sie ruhig einmal absteigen und ein paar Schritte zu Fuß laufen können. Vor allem unter Anbetracht der Tatsache, dass sich das olle Luder des Nachts hat von einem wildfremden Mann/Frau schwängern lassen. Wer da im Nachhinein noch behauptet Jahwe (der Judengott, denn den der Christen hatten wir damals noch nicht. Ist aber theoretisch ein und der Selbe. Schwieriger wird es dann schon, wenn es darum geht, ob man Jesus, Gott und den Heiligen Geist trennen dürfe. Aber das wäre eine andere Geschichte…) wäre ihr im Traum erschienen und hätte ihr die Frucht Gottes eingepflanzt, hätte mit Peitschenhieben in die Wüste getrieben werden sollen. Ich erinnere nur ungern, aber: Du sollst nicht Ehe brechen und du sollst nicht lügen. Das ganze wird dann noch umso unglaubwürdiger, wenn man bedenkt, dass der unfehlbare Oberhirte gegen sein eigenes Gesetz verstoßen hätte müssen um solche Tat zu vollführen: Du sollst nicht begehren eines anderen Mannes Weib. Heutzutagejuristen würden ihm klar die mehrfache Auslegung des Wortes „begehren“ erläutern können. Der Definition nach wäre es wohl ohnehin ein „unpainful rape“ gewesen: wenigstens fragen hätte er können.
Der Taugenichts von Joschka aber, glaubte es werde schon nicht so schlimm sein, jeder mache Mal einen Fehler (typischer Gutmensch eben) und hat sie zum Massenevent des Jahres 0, die Volkszählung, einfach mitgenommen. Mit ein bisschen Weitsichtigkeit hätte er Hexenpogrome Kreuzzüge und die Papstwahl 2005 voraussehen und brav die Finger von der ganzen Sache hätte lassen können.
Nun schunkelten die beiden den Weg entlang bis zu ihrem Zielort und trödelten zugegebenermaßen auch ein bisschen. Hinzu kommt, dass die Infrastrukturausgaben der römischen Besatzungsmacht sich überwiegend auf die urbanen Gegenden beschränkten und in diktatorischen Regimen nun wirklich nicht auf das potentielle Wahlverhalten der Unterdrückten geachtet wird.
Letztlich wurde es also ziemlich spät, als die beiden Nachteulen das beschauliche Bethlehem betraten und mit Nachtleben war bei den paar Blockhütten und einer kleinen Synagoge ohnehin nichts. Schade für die beiden, denn anstatt die Nacht durchzutanzen, den kleinen Bastard mit ein paar Tequilas in die Hölle zu schicken und dann noch mal ordentlich Weihnachten zu feiern, haben sie sich auf die Suche nach einer warmen Unterkunft begeben. Unglücklicherweise konnte Maria ihre weitaus bessere Hälfte nicht im Vorfeld überreden für die Reise Tisch und Haus zu verkaufen und somit blieben ihnen mit den paar Groschen die sie hatten die wenigen der noch übrigen Zimmer verschlossen.
Ein alter kurzsichtiger Herbergsvater (Gutmensch Nummer zwei) erbarmte sich der beiden dann aber doch und ließ sie in der nahegelegenen Krippe übernachten. In der herkömmlichen Literatur kommt der Alte natürlich weitaus schlechter davon, aber wenn ich meine eigene glorreiche Religionsgeschichte niederschreiben müsste, würde ich schließlich auch nicht demjenigen danken, welcher dafür sorgte, dass mein Heiland nicht in Federbetten sondern einem stinkenden Strohverschlag zur Welt gekommen wäre. Hinzu kommt dass, würde ich ein solch monumentales Werk heutzutage beginnen ich den kleinen Bengel wohl kaum in eine Krippe legen könnte. Von dem kommunistischen, volksnahen Touch würde ich meinen Helden nie wieder losbekommen. Auch müsste die Einleitung wohl etwas umgestaltet werden. Mit der Aufzählung der Familienverhältnisse zu beginnen, ist nun wirklich nicht das richtige Mittel um auf einem konsumschwachen Sektor die Lesermassen anzulocken. Dass dann am Anfang noch das Wort steht, versteht sich glaube ich dann auch ohne, dass ich es explizit noch einmal schreiben müsste.
In der Krippe angekommen, machten die beiden es sich erst Mal bequem. Joschka legte sich beruhig auf einen Strohhaufen, Maria in die Wehen. Theoretisch wäre es nun in Zeiten, in denen das Wort Arbeitsschutz noch für Handschuhe stand und Arbeitszeit relativ flexibel (so bis zu 24 Stunden am Tag) gehandhabt wurde nicht sonderlich schwierig gewesen eine Hebamme zu bekommen, aber die beiden hatten in dem Moment andere Sorgen. Verdenken kann man es Ihnen nicht, es war ja schließlich das erste Mal und die Sache mit den Bienchen und Blümchen ist in solche karger Steppenlandschaft nun auch nicht so leicht zu erklären. Da beide auch der unteren Gesellschaftsschicht entstammten und die staatliche Sexualaufklärung ausschließlich in privater Hand lag (Ovid hatte da nahezu ein Monopol), war ihnen Eigenwissen nun auch nicht unbedingt zuzurechnen.
Mit Ach und Krach – ziemlich dämlich wäre es gewesen, wenn der Kleine dabei drauf gegangen wäre – haben sie es dann in traditioneller Arbeitsteilung geschafft. Sie gebar den Sohn Gottes und er hielt brav Händchen und fiel in Ohnmacht. Als er dann wieder aufwachte sah er den goldigen Sonnenschein – der Kopf umrahmt von einem Heiligenschein – in der Futterkrippe von Ochs und Esel liegen. Pech nur, dass es nicht seiner war.
Als dann der Anflug des ersten mordlüsternen Erwürgungswunsches sich wieder verzogen hatte, konnte er sich ein gequältes Lächeln ob des Kuckuckskindes herauswürgen. Ernähren, Aufziehen, Fördern und dann den Kerl schon mit 33 verlieren, ohne dass dieser je seinen Teil zur elterlichen Altersversorgung beigetragen hätte. Ganz zu schweigen, von der ganzen Besserwisserei, die man den ganzen Tag von jemandem entgegengeworfen bekommt, der die Antwort auf ALLES weiß: „Du Papa, dass mit der flachen Erde,…“ und man muss sich das dann erst Mal im Tempel oder in der Synagoge vorstellen: Schon auf der ersten Seite der Thora fallen ihm inhaltliche Fehler auf: König Salomon hieß eigentlich Adidas und die Sache mit Adam und Eva fand er einfach nur noch putzig.
Wie auch immer: Als die drei nun da vor sich hingammelten und nicht wussten wie sie die Zeit totschlagen sollten (nun gut mit vorletztem Verb hätte Joschka durchaus was anfangen können, aber im Gegensatz zu dem Oberguru hatte er durchaus Respekt vor den mosesischen Steintäfelchen), kamen urplötzlich aus dem Nichts ein paar Hirten angelaufen. Völlig verstört wie die Hühner, rannten die Kerle in die Hütte hinein und plapperten in prüderiestarken Zeiten etwas von nackten Engeln. Kein Wunder, dass die so drauf waren: Wer sich abends noch zu Ruhezeiten ein kleines Pfeifchen gönnt, dann so einen Megastern mit Schweif betrachtet und dann noch drum herum tanzende – ich betone noch einmal – nackte Engel beglotzt, welche noch irgendetwas von Heiland daherbrabbeln, der glaubt nun wirklich er solle den Drogenkonsum doch nur noch in eingeschränktem Maße fortführen.
Da man nun schon mal da war, brachte man dem Kindchen ein paar Schäfchen mit und konnte nun – lang lebe das Christentum – das erste Mal unter einem monotheistischen Schöpfer nicht-koscheres Fleisch essen. Was muss das ein Fest gewesen sein: Ein auf Holzkohle gegrilltes Medium-Kotelett, richtig schön blutig-saftig. Wunderbar. Weil man nun schon mal dabei war, schmiss man gleich noch Ochs und Esel (für den Rückweg waren die Geschlechter nun endlich gleichwertig) mit auf den Grill und lud noch die paar neu hinzugekommenen Gäste zum Festschmaus mit ein.
Die Neuen, waren zwei Autokraten aus dem Morgenland und den Quotenneger haben die beiden dann auch noch mitgebracht. Im Sinne der Gleichberechtigung durfte der sich dann auch König nennen. Wie die Hirten auch, schienen die Drei nun auch nicht ganz rauschfrei gelebt zu haben: Wieso sonst sollte man Sinnloserweise durch die halbe Welt tuckern (damals war die schon groß genug), nur um so einem kleinen Möchtegerngott die Ehre zu erweisen. Natürlich haben sie auch viel von dem Rauschzeug mitgebracht, ein bisschen Gold und ein paar weise Sprüche aber letztlich war das doch für alle beteiligten eine recht nutzlose Aktion. Ich persönliche frage mich natürlich, warum die denn als weise aufgezählt wurden – Immerhin waren die drei Kiffer ja für die baldigst folgenden Kindertötungen verantwortlich – aber letztlich bleibt dies nun im Ermessensspielraum der objektiven Geschichtsschreibung.
Mit ein paar Gloria in excelsis deo usw. hat man dann die Party beendet, noch ein bisschen Myrrhe geschnuppert und dann sich in Vorbereitung des weiten Heimweg – die Kiffer hatten da nun wirklich was vor sich – schlafen gelegt.
Resümierend kann man sagen, dass diese ganze Aktion relativ erfolgreich war. Ich mein außer einer Geschichtserwähnung als Sohn Gottes und einem Leinentuch ist von den 33jahren Judenkönigtum nicht viel geblieben, aber letztlich muss es doch ein recht erfülltes Leben gewesen sein mit Prostituierten und einer langhaarigen Ketzerhorde weinpanschend durch die Gegend zu ziehen und dann total sinnlos von einem dieser „ja“-sagenden Fähnchen im Wind an diese vielgötternden Kurzrockträger verraten zu werden. Zumindest hat sich dieses plappernde Rindvieh dann am nächsten Baum selbst aufgeknüpft und Jesus hat in seinen letzten Momenten noch mal Barbados (oder war es Barnabas?) kennen gelernt. Dass dann natürlich ausgerechnet der, welcher einen dreimal verleugnet hat, das höchste Glaubenskonstrukt für einen legt und sich dann selbst zum Papst erhöht, ist natürlich wenig glaubhaft. Erklärungen kann man sich allerdings weiter schenken, denn er hätte von alldem nichts gewusst, kann er nun wirklich nicht behaupten.
Der Taugenichts von Joschka aber, glaubte es werde schon nicht so schlimm sein, jeder mache Mal einen Fehler (typischer Gutmensch eben) und hat sie zum Massenevent des Jahres 0, die Volkszählung, einfach mitgenommen. Mit ein bisschen Weitsichtigkeit hätte er Hexenpogrome Kreuzzüge und die Papstwahl 2005 voraussehen und brav die Finger von der ganzen Sache hätte lassen können.
Nun schunkelten die beiden den Weg entlang bis zu ihrem Zielort und trödelten zugegebenermaßen auch ein bisschen. Hinzu kommt, dass die Infrastrukturausgaben der römischen Besatzungsmacht sich überwiegend auf die urbanen Gegenden beschränkten und in diktatorischen Regimen nun wirklich nicht auf das potentielle Wahlverhalten der Unterdrückten geachtet wird.
Letztlich wurde es also ziemlich spät, als die beiden Nachteulen das beschauliche Bethlehem betraten und mit Nachtleben war bei den paar Blockhütten und einer kleinen Synagoge ohnehin nichts. Schade für die beiden, denn anstatt die Nacht durchzutanzen, den kleinen Bastard mit ein paar Tequilas in die Hölle zu schicken und dann noch mal ordentlich Weihnachten zu feiern, haben sie sich auf die Suche nach einer warmen Unterkunft begeben. Unglücklicherweise konnte Maria ihre weitaus bessere Hälfte nicht im Vorfeld überreden für die Reise Tisch und Haus zu verkaufen und somit blieben ihnen mit den paar Groschen die sie hatten die wenigen der noch übrigen Zimmer verschlossen.
Ein alter kurzsichtiger Herbergsvater (Gutmensch Nummer zwei) erbarmte sich der beiden dann aber doch und ließ sie in der nahegelegenen Krippe übernachten. In der herkömmlichen Literatur kommt der Alte natürlich weitaus schlechter davon, aber wenn ich meine eigene glorreiche Religionsgeschichte niederschreiben müsste, würde ich schließlich auch nicht demjenigen danken, welcher dafür sorgte, dass mein Heiland nicht in Federbetten sondern einem stinkenden Strohverschlag zur Welt gekommen wäre. Hinzu kommt dass, würde ich ein solch monumentales Werk heutzutage beginnen ich den kleinen Bengel wohl kaum in eine Krippe legen könnte. Von dem kommunistischen, volksnahen Touch würde ich meinen Helden nie wieder losbekommen. Auch müsste die Einleitung wohl etwas umgestaltet werden. Mit der Aufzählung der Familienverhältnisse zu beginnen, ist nun wirklich nicht das richtige Mittel um auf einem konsumschwachen Sektor die Lesermassen anzulocken. Dass dann am Anfang noch das Wort steht, versteht sich glaube ich dann auch ohne, dass ich es explizit noch einmal schreiben müsste.
In der Krippe angekommen, machten die beiden es sich erst Mal bequem. Joschka legte sich beruhig auf einen Strohhaufen, Maria in die Wehen. Theoretisch wäre es nun in Zeiten, in denen das Wort Arbeitsschutz noch für Handschuhe stand und Arbeitszeit relativ flexibel (so bis zu 24 Stunden am Tag) gehandhabt wurde nicht sonderlich schwierig gewesen eine Hebamme zu bekommen, aber die beiden hatten in dem Moment andere Sorgen. Verdenken kann man es Ihnen nicht, es war ja schließlich das erste Mal und die Sache mit den Bienchen und Blümchen ist in solche karger Steppenlandschaft nun auch nicht so leicht zu erklären. Da beide auch der unteren Gesellschaftsschicht entstammten und die staatliche Sexualaufklärung ausschließlich in privater Hand lag (Ovid hatte da nahezu ein Monopol), war ihnen Eigenwissen nun auch nicht unbedingt zuzurechnen.
Mit Ach und Krach – ziemlich dämlich wäre es gewesen, wenn der Kleine dabei drauf gegangen wäre – haben sie es dann in traditioneller Arbeitsteilung geschafft. Sie gebar den Sohn Gottes und er hielt brav Händchen und fiel in Ohnmacht. Als er dann wieder aufwachte sah er den goldigen Sonnenschein – der Kopf umrahmt von einem Heiligenschein – in der Futterkrippe von Ochs und Esel liegen. Pech nur, dass es nicht seiner war.
Als dann der Anflug des ersten mordlüsternen Erwürgungswunsches sich wieder verzogen hatte, konnte er sich ein gequältes Lächeln ob des Kuckuckskindes herauswürgen. Ernähren, Aufziehen, Fördern und dann den Kerl schon mit 33 verlieren, ohne dass dieser je seinen Teil zur elterlichen Altersversorgung beigetragen hätte. Ganz zu schweigen, von der ganzen Besserwisserei, die man den ganzen Tag von jemandem entgegengeworfen bekommt, der die Antwort auf ALLES weiß: „Du Papa, dass mit der flachen Erde,…“ und man muss sich das dann erst Mal im Tempel oder in der Synagoge vorstellen: Schon auf der ersten Seite der Thora fallen ihm inhaltliche Fehler auf: König Salomon hieß eigentlich Adidas und die Sache mit Adam und Eva fand er einfach nur noch putzig.
Wie auch immer: Als die drei nun da vor sich hingammelten und nicht wussten wie sie die Zeit totschlagen sollten (nun gut mit vorletztem Verb hätte Joschka durchaus was anfangen können, aber im Gegensatz zu dem Oberguru hatte er durchaus Respekt vor den mosesischen Steintäfelchen), kamen urplötzlich aus dem Nichts ein paar Hirten angelaufen. Völlig verstört wie die Hühner, rannten die Kerle in die Hütte hinein und plapperten in prüderiestarken Zeiten etwas von nackten Engeln. Kein Wunder, dass die so drauf waren: Wer sich abends noch zu Ruhezeiten ein kleines Pfeifchen gönnt, dann so einen Megastern mit Schweif betrachtet und dann noch drum herum tanzende – ich betone noch einmal – nackte Engel beglotzt, welche noch irgendetwas von Heiland daherbrabbeln, der glaubt nun wirklich er solle den Drogenkonsum doch nur noch in eingeschränktem Maße fortführen.
Da man nun schon mal da war, brachte man dem Kindchen ein paar Schäfchen mit und konnte nun – lang lebe das Christentum – das erste Mal unter einem monotheistischen Schöpfer nicht-koscheres Fleisch essen. Was muss das ein Fest gewesen sein: Ein auf Holzkohle gegrilltes Medium-Kotelett, richtig schön blutig-saftig. Wunderbar. Weil man nun schon mal dabei war, schmiss man gleich noch Ochs und Esel (für den Rückweg waren die Geschlechter nun endlich gleichwertig) mit auf den Grill und lud noch die paar neu hinzugekommenen Gäste zum Festschmaus mit ein.
Die Neuen, waren zwei Autokraten aus dem Morgenland und den Quotenneger haben die beiden dann auch noch mitgebracht. Im Sinne der Gleichberechtigung durfte der sich dann auch König nennen. Wie die Hirten auch, schienen die Drei nun auch nicht ganz rauschfrei gelebt zu haben: Wieso sonst sollte man Sinnloserweise durch die halbe Welt tuckern (damals war die schon groß genug), nur um so einem kleinen Möchtegerngott die Ehre zu erweisen. Natürlich haben sie auch viel von dem Rauschzeug mitgebracht, ein bisschen Gold und ein paar weise Sprüche aber letztlich war das doch für alle beteiligten eine recht nutzlose Aktion. Ich persönliche frage mich natürlich, warum die denn als weise aufgezählt wurden – Immerhin waren die drei Kiffer ja für die baldigst folgenden Kindertötungen verantwortlich – aber letztlich bleibt dies nun im Ermessensspielraum der objektiven Geschichtsschreibung.
Mit ein paar Gloria in excelsis deo usw. hat man dann die Party beendet, noch ein bisschen Myrrhe geschnuppert und dann sich in Vorbereitung des weiten Heimweg – die Kiffer hatten da nun wirklich was vor sich – schlafen gelegt.
Resümierend kann man sagen, dass diese ganze Aktion relativ erfolgreich war. Ich mein außer einer Geschichtserwähnung als Sohn Gottes und einem Leinentuch ist von den 33jahren Judenkönigtum nicht viel geblieben, aber letztlich muss es doch ein recht erfülltes Leben gewesen sein mit Prostituierten und einer langhaarigen Ketzerhorde weinpanschend durch die Gegend zu ziehen und dann total sinnlos von einem dieser „ja“-sagenden Fähnchen im Wind an diese vielgötternden Kurzrockträger verraten zu werden. Zumindest hat sich dieses plappernde Rindvieh dann am nächsten Baum selbst aufgeknüpft und Jesus hat in seinen letzten Momenten noch mal Barbados (oder war es Barnabas?) kennen gelernt. Dass dann natürlich ausgerechnet der, welcher einen dreimal verleugnet hat, das höchste Glaubenskonstrukt für einen legt und sich dann selbst zum Papst erhöht, ist natürlich wenig glaubhaft. Erklärungen kann man sich allerdings weiter schenken, denn er hätte von alldem nichts gewusst, kann er nun wirklich nicht behaupten.

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